Die Vielfalt der Lebenskompetenzen der ehren-amtlichen Mitarbeitenden ist das besondere Kapital der Telefonseelsorge. Für die spezielle Aufgabe am Telefon werden Sie von uns aus- und fortgebildet.
Das beginnt mit der zehnmonatigen Ausbildung (September bis Juli) in einer Gruppe von etwa 10-12 „Neuen“. Die Ausbildung umfasst drei Wochenenden und etwa 30 dreistündige Abendtermine. Inhalte sind Selbsterfahrung, Fähigkeiten der Gesprächsführung und Wissen über psychische Probleme, wie z.B. Süchte, Depressionen.
Im Anschluss an die Ausbildung verpflichten Sie sich zu mindestens zweijähriger Mitarbeit in der Telefonseelsorge. Sie leisten drei Dienstschichten zu je vier Stunden pro Monat und mindestens alle zwei Monate eine neunstündige Nachtschicht (sie zählt für zwei Tagschichten).
Im drei- bis vierwöchigen Rhythmus treffen Sie sich in einer Supervisionsgruppe. Sie haben die Möglichkeit, an thematischen und den jährlichen Wochenendtagungen teilzunehmen. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen sind Ansprechpartnerinnen und Beraterinnen für Ihre Fragen und Erfahrungen.
Die Anrufer/innen müssen darauf vertrauen können, dass die Anonymität und Vertraulichkeit gewahrt bleibt. Ausbildungs- und Supervisionsgruppen können nur dann arbeiten, wenn niemand Sorge haben muss, dass seine Mitteilungen nach außen dringen. Deshalb verpflichten Sie sich
- zur absoluten Verschwiegenheit gegenüber Ihren Mitmenschen über alles, was Sie in der Ausbildung, Supervision und durch den Dienst am Telefon über andere Menschen erfahren,
- und zum sehr vorsichtigen Umgang mit Informationen darüber, dass Sie hier mitarbeiten: nur die zu Ihrem unmittelbaren Umfeld gehörenden Menschen sollten es wissen.